Das offene Projekt hinter GO! AIOS

Ein Betriebssystem, das Ihnen
auch dann bleibt, wenn es uns
nicht mehr gibt.

GO! AIOS ist ein souveränes KI-Betriebssystem für KMU. Der Kern ist einsehbar, prüfbar und dauerhaft selbst betreibbar. Das ist keine Marketing-Zugabe, sondern die Bedingung dafür, dass „souverän“ mehr ist als ein Wort auf einer Website.

Warum ein Souveränitätsprodukt offen sein muss

Ein geschlossenes System, das mit Unabhängigkeit wirbt, ist ein Widerspruch. Wer Datenhoheit verspricht, muss zeigen, was mit den Daten passiert — und einen Weg lassen, ohne ihn weiterzumachen.

Prüfbar statt geglaubt

Sie müssen uns nicht vertrauen, dass keine Daten abfließen und die Rechte greifen. Sie können es nachlesen — oder nachlesen lassen.

Kein Lock-in, auch nicht bei uns

Die Instanz läuft auf Postgres und Node. Wer sie selbst betreiben will, kann das. Ein Anbieterwechsel ist kein Totalverlust, sondern Arbeit.

Überlebt seinen Hersteller

Firmen verschwinden, Produkte werden eingestellt. Was offen liegt und auf Standard-Bausteinen läuft, ist davon nicht erledigt.

Open Core — wo die Grenze verläuft

Wir sagen offen, was offen ist und was nicht. Eine unscharfe Grenze wäre genau die Sorte Versprechen, gegen die dieses Projekt antritt.

Offen

  • Plattform-Engine — Operations-Core, Flow-Interpreter, Job-Queue
  • Dashboard-Shell — die Oberfläche des Betriebssystems
  • Connector-SDK — Anbindung eigener Systeme
  • MCP-Framework — der gouvernierte Zugang für KI-Agenten
  • Basis-Bausteine — Datenmodell, Rechte, Governance-Mechanik

Nicht offen

  • Control-Plane — die Flottenverwaltung vieler Instanzen
  • Kuratierte Inhalte — erprobte Skills, Governance-Vorlagen
  • Premium-Module und Enterprise-Funktionen
  • Betrieb und Beratung — die Dienstleistung selbst

Kurz: Das System ist offen. Das Betreiben vieler Systeme und die Erfahrung darin sind unser Geschäft.

Architektur in Kürze

Bewusst wenige, langweilige Bausteine. Jede Instanz soll „nur Postgres und Node“ sein — klein genug, dass eine einzelne Firma sie wirklich betreiben kann.

Grundmodell
Single-Tenant: eine versionierte Codebasis, viele isolierte Instanzen. Keine geteilte Mandanten-Datenbank.
Datenhaltung
Postgres je Instanz (Supabase-Stack: Auth, Storage, Row-Level-Security). Rechte werden in der Datenbank durchgesetzt, nicht in der Oberfläche.
Backend
TypeScript, Node mit Hono, über einem laufzeit-neutralen Operations-Core. Jede Fähigkeit ist eine Op mit einem Schema — dieselbe Definition speist API, Agentenzugang und Typen.
Automatisierung
Postgres-gestützte Job-Queue, bewusst ohne Redis. Abläufe sind deklarative Beschreibungen, keine gezeichneten Graphen — damit ein Mensch sie vor der Freigabe vollständig lesen kann.
KI-Anbindung
Modell-agnostisch, eigene Schlüssel möglich. Agenten sprechen über ein gouverniertes MCP-Interface, das Rechte und Freigaben durchsetzt.
Betrieb
Docker, ein Reverse-Proxy, ein Postgres. Läuft auf einem kleinen Server.

Prinzipien, die im Code durchgesetzt werden

Keine Absichtserklärungen — das sind die Regeln, an denen Beiträge zu diesem Projekt gemessen werden.

  1. Der Kern wird nie geforkt. Kundenspezifisches lebt in Konfiguration, Daten oder Erweiterungen. Eine Verbesserung erreicht alle Instanzen — oder sie ist falsch gebaut.
  2. Konfiguration ist Daten. Was einen Betrieb ausmacht, steht in der Datenbank, nicht im Quelltext.
  3. Rechte gelten unten. Standardmäßig ist nichts sichtbar; Zugriff wird in der Datenbank erteilt. Die KI erbt die Rechte ihrer Nutzerin, sie umgeht sie nicht.
  4. Wirksamkeit ist ein Freigabe-Akt. Etwas anzulegen ist frei. Dass es unbeaufsichtigt handeln darf, ist eine bewusste Entscheidung eines Menschen.
  5. Migrationen nur vorwärts. Nichts Zerstörerisches ohne ausdrückliche Freigabe.
  6. Keine Geheimnisse im Quelltext. Vorbedingung dafür, dass dieser Code überhaupt öffentlich werden kann.

Lizenz — und warum nicht einfach MIT

GO! AIOS erscheint Source-Available nach dem Vorbild von n8n und der Business Source License: Der Quelltext ist einsehbar, und Sie dürfen ihn im eigenen Unternehmen frei einsetzen und selbst betreiben — dauerhaft, ohne Rückfrage. Untersagt ist allein, GO! AIOS als konkurrierendes Angebot weiterzuverkaufen.

Wir nennen das bewusst nicht „Open Source“ im Sinne der OSI-Definition, denn diese Einschränkung widerspricht ihr. Uns ist eine ehrliche Bezeichnung lieber als ein Etikett, das bei genauem Hinsehen nicht hält.

Der Grund ist unspektakulär: Wir finanzieren die Entwicklung über Betrieb und Begleitung. Eine voll permissive Lizenz würde erlauben, genau dieses Geschäft mit unserem eigenen Code zu unterlaufen — und damit die Weiterentwicklung beenden, auf die sich Anwender verlassen.

Was das für Sie bedeutet

  • Im eigenen Betrieb einsetzen — ohne Nutzungsgebühr
  • Selbst hosten, dauerhaft, auf eigener Infrastruktur
  • Den Code prüfen, anpassen, erweitern
  • Daten jederzeit mitnehmen

Nicht erlaubt: GO! AIOS als eigenes Konkurrenzprodukt oder als betriebenen Dienst an Dritte weiterverkaufen.